• Anja Jacobsen

The big one - Trust

Updated: Mar 4


Vertrauen das große JA zum Leben. Es ist das schönste Geschenk, was du dir selber machen kannst. Vertrauen ist eine Liebeserklärung an dich, an deine Mitmenschen, deine Arbeit und dein Tun und Handeln, an deine Gefühle, deine Fähigkeiten, deine Qualitäten, dein Potenzial, deine Erfahrungen. Ohne Vertrauen geht nichts. Mit Vertrauen geht alles. Vertrauen heißt, dein Herz zu öffnen und dich so zu zeigen, wie du bist. Du bist einfach. Und zwar genug.


Lehne dich mal zurück und nimm 3 tiefe Atemzüge - am besten jetzt sofort. Was bedeutet Vertrauen für dich? Was zeigt sich dir? Welche Emotionen? Gedanken? Bilder? Welche Situationen kommen dir in den Sinn? Ist Vertrauen ein vertrautes Gefühl? Oder ein unbeschriebenes Blatt? Wie würdest du Vertrauen für dich beschreiben? Und was brauchst du, um zu vertrauen?


Urvertrauen ist ein großes Wort, das immer wieder wie der heilige Gral durch den Raum schwebt. Hast du Urvertrauen, super, dann gehörst du den Gesegneten, wenn nicht, hm, das ist aber ungünstig, dann ist das Leben blöd gelaufen für dich. Manchmal schwebt auch noch ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont vorbei, der da lautet, keine Sorge, wenn du kein Urvertrauen hast, du kannst es auch noch nachlernen.


"Wenn du aufgebracht bist, tue oder sage nichts. Atme nur ein und aus, bis du ruhig genug bist." Thich Nhat Hanh

Wie geht das? Vertrauen nachlernen? Prinzipiell bedeutet Vertrauen doch, sich dem Fluss des Lebens zu überlassen. Sich den Menschen, Begegnungen, Ereignissen, den kleinen und großen alltäglichen Wunder, die an uns vorüberschweben, hinzugeben. Und zwar ohne das große Ego walten und schalten zu lassen, ob dieses oder jenes jetzt gerade angemessen ist.


Vertrauen ist für mich das Ja-Sagen zum Leben. Und zwar auch zu dem Leben, das ich nicht geplant habe. Das, was ich mir nicht vorgenommen habe. Zu allem, was ist. Denn rückblickend kann ich sagen, dass oftmals gerade die Situationen und Vorhaben, bei denen ich ein ganz genaues Resultat vor Augen hatte, einen ganz anderen Verlauf nahmen.



Bekannt ist für jeden von uns wahrscheinlich die große tolle Party. Oder? Du planst eine Party oder du bist zu einer Party eingeladen. Machst dir wochenlang Gedanken darüber, was du anziehen wirst, wenn du treffen wirst, welche Kontakte du knüpfen wirst, welche Gespräche du führen wirst, wen du küssen wirst, freust dich wie eine Schneekönigin, putzt dich heraus, gehst zur Party mit den ganzen riesigen verrückten Erwartungen im Gepäck - und dann tote Hose. Nichts von dem tritt ein, was du dir ausgemalt, erwünscht , erhofft hast. Ein mega Reinfall.

Und dann gibt es diese spontanen Partys, die Gelegenheiten, die aus dem Moment geboren werden. Eine spontane Entscheidung, doch noch ein Feierabendbier miteinander zu trinken. Auf dem Weg zum Späti oder zur Kneipe, laufen dir plötzlich Menschen über den Weg, wie zufällig, die sich dir anschließen oder noch ein paar Freunde mitbringen, und ehe du dich versiehst, ist eine großartige Sause im Gange. Aus dem Nichts entstanden, mit wunderschönen bereichenden Begegnungen aus dem Moment heraus, die du nicht geplant hast.


Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Antoine de Saint-Exupéry

Meine schönste spontane Party war an einem Weihnachten vor etlichen Jahren. Neben den Vorstellungen, die ich rund um die Weihnachtstage an einem Theater zu spielen hatte, und nicht zu meiner Familie fahren oder zumindest nicht stressfrei zu meiner Familie fahren konnte, hatte mich entschieden, Weihnachten alleine zu verbringen. Ich wollte unbedingt mal diese Erfahrung machen, der ich mit mulmigem Gefühl, aber doch erwartungsvoll entgegenblickte. Im Gegensatz zu meinen Mitmenschen. Alle, wirklich ausnahmslos, alle Menschen in meiner näheren und weiteren Umgebung bemitleideten mich zutiefst. Weihnachten alleine. Ich armer, armer Mensch. Als der 24.12. näher rückte, kamen auch mir Zweifel. Ich überlegte, ob ich nicht lieber doch noch auf die Schnelle einen völlig überteuerten Hin- und Rückflug zu meiner Familie buchen sollte. Was ich dann aber nicht tat. Ich blieb dabei, Weihnachten alleine oder genauer gesagt, ohne Familie zu verbringen und stattdessen argentinischen Tango tanzen zu gehen - eine Leidenschaft, der ich zu der Zeit intensivst frönte.

Als ich die Tangomilonga betrat, empfing mich gähnende Leere. Ein paar vereinzelte Menschen an der Bar, ein Pärchen auf einem Sofa, ein Barkeeper, Musik aus den Lautsprechern, leere Tanzfläche. Wirklich ein ganz erbärmliches Bild. Aber ich hatte es ja so gewollt. Und setzte mich zu den anderen verlorenen Gestalt an die Bar.

Den weiteren Verlauf des Abends werde ich Zeit meines Lebens nicht vergessen. Eben weil wir nur ein Handvoll Menschen an diesem Ort zu diesem doch ungewöhnlichen Zeitpunkt waren, kamen wir alle miteinander in Kontakt. Ich habe dort wunderbare Menschen getroffen. Ich habe tolle inspirierende Gespräche geführt. Wir haben alle miteinander getanzt. Miteinander gelacht. Miteinander gesungen. Miteinander bis in die Morgenstunden Weihnachten gefeiert. Es war ein ganz einzigartiges Erlebnis, aus dem viele bleibende Kontakte entstanden sind. Ich bin rundum beglückt, erfüllt, verbunden und stolz auf mich, weil ich mir diese Erfahrung ermöglicht hatte, nächsten Morgen ins Bett gefallen.



Die Party des Lebens feiern, das ist Vertrauen für mich. Was nicht heißt, das es ständig immer großartig sein muss. Denn manchmal gilt es auch, eine sehr spontane Party mit deinen Ängsten oder Blockaden zu feiern. Ist manchmal auf den ersten Blick nicht gerade angenehm, aber auf den Zweiten kann auch das eine unglaubliche Grenzen sprengende Erfahrung sein.

Vertrauen bedeutet für mich, den Moment so anzunehmen, wie er sich dir zeigt, in dem Wissen, dass du immer getragen bist. Dass du in jedem Moment du sein darfst, weil du wunderschön und großartig bist. Auch wenn du dich vielleicht gerade nicht wunder und großartig fühlst. Dass alles was dir widerfährt, immer ein Geschenk in sich birgt. zu deinem Auch in den schmerzvollen Erfahrungen. Dass das Aufzeigen von Hindernissen ein so unschätzbarer Wegweiser ist, an welchen Punkten du noch lernen und wachsen darfst. Und nicht etwas, was dir in den Weg gelegt wurde, um dich auszubremsen und zu ärgern, weil das Leben Lust hat, gerade dich zu benachteiligen.

Feiere die Party, feiere dein Leben, feiere dich, feiere den Augenblick, das Jetzt. Und fange am besten sofort damit an. Es gibt nichts Schöneres...




Preview

Und weil ich im letzten Beitrag geschrieben habe, dass ich in diesem Beitrag über das Tun und Handeln schreiben werde, und nun über Vertrauen geschrieben habe, mache ich am besten dieses Mal keine weitere Ankündigungen, worüber ich im nächsten Beitrag schreiben werde. Ich weiß es noch nicht. Ich lass mich überraschen. Du bist eingeladen, dich auch überraschen zu lassen.


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