• Anja Jacobsen

In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Updated: Jan 6


Wenn das neue Jahr beginnt, fassen viele Menschen neue Vorsätze. Und werfen diese nach paar Wochen, ja, manchmal schon nach ein paar Tagen wieder über Bord. Dabei ist ein Jahreswechsel eine großartige Möglichkeit, dir dein Lieblingsleben zu kreieren, deine Ziele zu verwirklichen und dir über deine Visionen klar zu werden.


Die KUNST des Innehaltens


Es gibt in unserem Leben immer wieder Momente, in denen wir innehalten und eine Bestandsaufnahme machen dürfen, um unseren Lebenskurs, wenn gewollt, in eine andere Richtung zu lenken. Diese Momente können von außen initiiert werden, ein Arbeitswechsel, die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes, der Tod eines Menschen, eine Krankheit, ein Geburtstag, ein Umzug - oder eben auch ein Jahreswechsel.

Manchmal haben wir, abseits all dieser äußerlichen Ereignisse, auch ein natürliches Bedürfnis aus uns heraus entwickelt, anzuhalten. Oder wir wurden dazu inspiriert. Vielleicht hast du schon Rituale gefunden, die dich beim Innehalten unterstützen, steckst dir Monats-, Jahres-, 5 Jahres-, 10 Jahresziele, hast Erfahrungen im Journaling und ein Visionboard. Wenn du das bereits tust - Gratulation! Manchmal sind wir aber auch so von unserem Alltagstrott absorbiert, dass wir Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr an uns vorbeiziehen lassen, ohne Innezuhalten, unabhängig, was das Leben uns bietet. Doch Innehalten ist unerlässlich, wenn du dir das Leben kreieren möchtest, das du dir am meisten wünschst.

Was siehst du, wenn du dich in deinem Alltag umschaust? Was lebst du? Wo lebst du? Wie fühlst du dich? Was machst du? Wer bist du? Nun, alles, was du siehst, wahrnimmst, fühlst, denkst, tust, hast du dir kreiert. Dein ganzes Leben ist deine Kreation.

Ja, aber... Was ist mit den ganzen Umständen, für die ich nichts kann? Was ist mit meiner Familie? Was ist mit meinen Kindern? Mit meinem Partner, meiner Partnerin? Was ist mit meinem Job? Mit den schlechten Arbeitsbedingungen? Was ist mit meiner Krankheit? Was ist mit der Welt? Wenn du dich traust, dein Leben als deine Kreation zu betrachten und diesen Gedanken zu Ende denkst, wird es dir zu Beginn vielleicht ein bisschen mulmig und Widerstände regen sich. Übernehmen wir für alles in unserem Leben, tatsächlich voll und ganz die Verantwortung, gibt es nichts und niemanden mehr, der oder die für die Missstände, Unglücke, Unzufriedenheit herhalten kann. Aber dann, und erst dann warten unendliche Möglichkeiten auf dich. Eigenverantwortung zu übernehmen, bedeutet, dich selbst zu ermächtigen. Und zwar, dich für das Leben zu ermächtigen, was du dir erträumst. Wirklich erträumst. Du bist der einzige Mensch in deinem Leben, der die Macht und die Möglichkeit hat, tiefgreifende Veränderungen einzuleiten.


Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen.

Buddha


Wenn du dich nun umschaust in deinem Leben, wofür bist du dankbar? Dankbarkeit ist mächtig. Manchmal sehen wir nur das, was (noch) nicht stimmt. Jetzt fokussiere dich mal auf alles, wofür du dankbar bist. Das Kleine und das Große. Lege dir gerne eine GRATITUDE Liste zu, auf der anfangs mindestens 20 Dinge, Eigenschaften, Erlebnisse, Werte, Tugenden, Taten stehen sollten. Und lass diese Liste stetig wachsen.

Zudem möchtest du dich vielleicht auf 3 Dinge, Taten, Werte, Eigenschaften, Erlebnisse für die du dankbar bist, fokussieren, bevor du einschläfst. Auch hier gilt wieder Kleines oder Großes, alles ist willkommen. Du wirst merken, dass dein Schlaf eine völlig neue Qualität bekommt. Mehr noch, du wirst eine andere Energie in dir und deinem Leben kreieren.

Wenn du jemand bist, dem es schwer fällt, abzuschalten und einzuschlafen, dann kennst du vielleicht die Grübeleien, die dich wachhalten. Du liegst im Bett, bist eigentlich schon hundemüde und möchtest nichts lieber, als einzuschlafen, aber deine Gedanken halten dich wach. Sie kreisen um Fragen, um Situationen, die aus irgendeiner Ecke deines Gehirns hervor gezogen werden, um Probleme, die du aus deinem Bett heraus sicherlich nicht lösen wirst. In den wenigsten Fällen sind diese Gedanken wirklich produktiv.



Du wirst merken, dass sich das verändert, wenn du kurz vor dem Einschlafen Dankbarkeit einlädst. Vielleicht bist du einfach nur dankbar darüber, dass du in einem warmen Bett unter einer kuscheligen Bettdecke liegst. Dass du morgens früh einen Milchkaffee oder Tee trinkst. Dass du ein gutes Buch liest. Dass du die Möglichkeit in deinem Leben hattest, lesen zu lernen. Dass es Menschen auf der Welt gibt, die tolle Bücher schreiben. Dass es Möglichkeiten gibt, dass diese Bücher auf unterschiedliche Art und Weise vervielfältigt werden, so dass du sie lesen kannst.

Ich könnte diese Gedanken ewig weiterdenken. Es gibt sehr viel, worüber wir dankbar sein können, auch wenn uns das womöglich nicht ständig bewusst ist. Lade diese Tugend in dein Leben ein und öffne dich dieser Energie. Es ist ein großes Geschenk, das du dir selber machen darfst. Du wirst anders einschlafen, du wirst anders aufwachen und deine Tage anders verleben.

Wenn du in deinem Leben weiterschaust, wirst du vermutlich auch Dinge, Ereignisse, Eigenschaften, Beziehungen finden, die dir nicht gefallen und die du loslassen möchtest. Das schreibst du auf deine LET GO Liste. Hier kommt alles drauf, was du gehen lassen möchtest, alles, was möglicherweise irgendwann einmal einen Grund, Sinn oder Zweck hatte, sich aber für den jetzigen Moment als nicht mehr dienlich erweist. Alle Gedanken, alle Gefühle, Situationen, Worte, die du gesprochen oder gehört hast, alle Verletzungen, alle Menschen, alle Situationen, alle Gewohnheiten, alle Anhaftungen, alle Missverständnisse… ALLES, was du nicht mehr brauchst und loslassen möchtest, schreibst du auf deine LET GO Liste. Und dann vernichtest du diese Liste. Schmeiße sie in ein Feuer und verbrenne sie. Zerreiße sie in 100 kleine Fetzen und schmeiße sie weg. Was auch immer du tun möchtest. Wahrscheinlich darfst du diese Liste öfter als nur einmal schreiben. Möglicherweise möchtest du auch daraus ein Ritual machen und deine LET GO Listen zu festen Zeitpunkten schreiben. Mach es wie du es möchtest. Wie es am besten für dich passt. Und mach am besten ein Spiel daraus.


YOU MAY SAY I’M A DREAMER. BUT I’M NOT THE ONLY ONE.

John Lennon

Es wird spannend. Fang an zu träumen! Jetzt kommen deine Wünsche, deine Ziele, deine Träume, deine Visionen. Wieder eine Liste. Frei nach dem Motto – wer schreibt, der bleibt. Schreibe alles auf, was du dir in deinem Leben erwünscht. Alles! Je genauer deine Vorstellung, desto besser. Je mehr, desto besser. Je phantasievoller, desto besser. Je größer, desto besser. Wichtig! – lass die limitierenden, logischen, analytischen Gedanken beiseite. Ich zum Beispiel habe sehr unterschiedliche Visionen. Wenn ich unter logischen Gesichtspunkten anfange, darüber nachzudenken, kommen schon mal Gedanken hoch, wie: Wie soll das gehen? Wie soll ich das alles unter einen Hut bekommen? Das ist ja total widersprüchlich. Das ist ja vollkommen unrealistisch.

Ja! Es darf unrealistisch sein. Es darf widersprüchlich sein. Und unlogisch. Es geht nicht darum, dass du dir darüber Gedanken machen sollst, wie irgendetwas klappt oder funktionieren könnte, sondern darum, was du dir für dein Leben vorstellst.

Einige deiner Wünsche liegen vielleicht mehr auf der Hand als andere. Achte auch hier gerne darauf, dass auf deiner MANIFESTATION Liste mindestens 20 Sachen, Dinge, Werte, Ziele, Tugenden, Ereignisse draufstehen und füge stetig Neues dazu. Setze auf deine Liste gerne auch kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele. Ich schreibe mir zum Beispiel zu Beginn meiner Woche, meines Monats, meines Jahres meine Goals auf, meine 5 Jahres Ziele und sogar meine 10 Jahresziele.

Auf deiner MANIFESTATION Liste stehen allerdings ausschließlich DEINE Wünsche. Das sind die Spielregeln. Du kannst nicht für andere Menschen manifestieren, denn jeder Mensch verfügt über einen freien Willen, und was aus unserer Sicht für eine andere Person gut ist, deckt sich nicht unbedingt mit dem Empfinden der anderen Person. Also auch hier geht es um Eigenverantwortung. Nimm die Verantwortung für deine Wünsche und lass andere Menschen ihre eigenen Visionen. Andere Menschen durch eigenes Handeln zu inspirieren, ist 1000 Mal wertvoller, als deren Probleme lösen zu wollen, auch wenn es nur zu deren Besten zu sein scheint.



Unser Gehirn ist ein unglaublicher Fundus. Es hat vielfach mehr Kapazitäten, als der schnellste Computer der Welt. Wenn wir uns nun in unserem Leben umgucken und akzeptieren, dass wir alles, was uns umgibt, manifestiert haben, dann können wir verstehen, dass dies möglicherweise etwas ist, was wir steuern können. Viele Menschen manifestieren unbewusst. Es ist ihnen nicht klar, was sie machen.

Alles, was wir im Moment aktiv tun oder wahrnehmen, ist uns bewusst und wird von unserem Bewusstsein gesteuert. Unser Unterbewusstsein aber ist die Summe aller Vorstellungen, Erinnerungen, Eindrücke, Wahrnehmungen, Stimmungen, Gefühle, Erlebnisse, Begegnungen, die Summe aller, was wir gehört, gesehen, gefühlt, gerochen, gespürt haben. In unserem Unterbewusstsein ist alles gespeichert, was uns jemals bewusst oder unterbewusst widerfahren ist. Das ist unglaublich viel! Stell dir vor, du gehst durch eine Einkaufspassage. Wie viele der Reize kannst du auf einmal wahrnehmen? Vielleicht merkst du dir einzelne Geschäfte. Vielleicht fallen dir einige vereinzelte Menschen auf. Vielleicht fällt dir noch einiges auf, was du in den Schaufenstern gesehen hast, vielleicht kannst du noch daran erinnern, worüber du mit deiner Begleitperson gesprochen hast. Und dann? Wird es schon mau.

Der Bereich des Bewusstseins ist viel größer, als sich mental ermessen lässt. Wenn du nicht länger alles glaubst, was du denkst, löst du dich vom Denken und siehst klar, dass der Denker nicht der ist, der du bist.

Eckhart Tolle

Ich war als Kind und heranwachsende Jugendliche super gut im Memory spielen. Als ich nun nach langer Zeit wieder die ersten Partien mit meinen Kinder spielte, war ich ziemlich überrascht. Sie gewannen. Und zwar eine Partie nach der anderen. Meine Kinder steckten mich locker in die Tasche. War das das Alter? Hatte ich bereits Gehirnzellen eingebüßt? Das konnte ich nicht glauben.

Ich stellte fest, dass ich versuchte, mir die Karten zu merken. Ich zählte die Reihen ab oder starrte auf den Tisch, um eine bestimmte Karte nicht aus den Augen zu verlieren. Nach mehreren verlorenen Runden rauchte mein Kopf. Das war unglaublich anstrengend und nicht von Erfolg gekrönt. Ich betrachtete meine Kinder. Die zählten überhaupt nicht. Sie starrten auch nicht auf den Tisch. Im Gegenteil - sie drehten die Karten in Windeseile auf und wieder um und blätterten nebenbei in Büchern. Hampelten auf ihren Stühlen. Liefen herum, um irgendetwas sehr wichtiges zu holen. Stritten sich miteinander. Kritzelten auf Zetteln. Bauten Lego zusammen. Fütterten die Einhörner. Während ich manisch auf die Memory Karten starrte und sie zur Konzentration ermahnte. Von Konzentration konnte keine Rede sein, dennoch griffen sie immer die passenden Karten!

Kinder agieren aus ihrem Unterbewusstsein heraus. Sie drehen blitzschnell eine Karte um, weil blitzschnell dem Unterbewusstsein reicht, um eine Karte zu erfassen. Und dann, wenn das passende Gegenstück auftaucht, lassen sie ihre Hände einfach die Karte greifen, die sie brauchen. Weil ihr Unterbewusstsein weiß, wo die Karte liegt. Sie überlegen nicht. Sie vertrauen ihrem intuitivem Wissen, weil sie es noch nicht anders kennen.

Bei Kinder ist vom 2. bis zum 6. Lebensjahr das Unterbewusstsein komplett geöffnet. Sie befinden sich in einem ständigen Theta-Zustand, der mit einer Gehirnwelle von 4 bis 8 Hertz gemessen wird. Der Theta-Zustand tritt bei uns Menschen auf, wenn wir uns mit der Schöpferkraft verbinden, Tagträumen, generell Träumen, in tiefen Meditationen sind oder visualisieren. Alles, was Kinder erleben, was sie hören, sehen, fühlen. rutscht in ihr Unterbewusstsein. Sie saugen jede Information wie ein Schwamm auf und sind offen für jegliche Fremdeinflüsse. Deshalb sind Kinder sehr darauf angewiesen, in welcher Energie sie aufwachsen.



Also habe ich meine Memory Taktik geändert. Ich habe nicht mehr versucht, mir Karten zu merken. Ich habe in einem meditativen Zustand am Tisch gesessen und einfach zugegriffen. Das hat großartig funktioniert und ist megainteressant. Mittlerweile liefere ich mir mit meinen Kindern regelmäßige Memorybattles und wir gewinnen alle mal. Je nachdem wie oft jemand vom Tisch aufsteht und irgendwo hinrennt.

Es ist wichtig, dass wir uns die Dimension unseres Unterbewusstseins bewusst und zunutze machen. Denn das geht weit über das Gewinnen beim Memoryspielen hinaus. Unser Unterbewusstsein ist ständig aktiv. Wenn wir schlafen, verarbeitet das Unterbewusstsein Erlebtes in unseren Träumen. Es ruht nicht. Es schläft nicht. Es trifft aus dem riesigen Erfahrungs- und Wahrnehmungsschatz seine Entscheidungen und lässt uns handeln. Diese Entscheidungen sind aber nicht unbedingt dieselben, die wir bewusst treffen würden. Deshalb ist es so wichtig, dass du dein Unterbewusstsein beauftragst und beschäftigst, anstatt dass es sich selbständig beschäftigt. Indem du das tust, beginnst du aktiv zu manifestieren. Über eine MANIFESTATION Liste, die du ständig weiterentwickeln kannst. Über ein Visionboard, was du gestalten oder malen kannst. Du kannst natürlich auch kleine Zettel schreiben und in deine Wohnung hängen. Oder oder oder. Entscheide dich bewusst, was du dir in deinem Leben kreieren willst und vertraue darauf, dass dein Unterbewusstsein dich in deinem Handeln und Tun unterstützt.

Ich habe ein Manifestierbuch, das ich immer bei mir trage. Und wenn sich ein Wunsch erfüllt hat, streiche ich ihn durch, male einen kleinen Stern auf die erste Seite meines Buches und schreibe einen Neuen hin. Manche Wünsche überholen sich auch und manchmal halte ich inne und unternehme ich eine Kurskorrektur.




Workshops


Im Januar finden 2 wichtige Workshops, die 2020 zu deinem Jahr machen.

***Wenn du Lust hast, gemeinsam zu träumen und deine Vision für das nächste Jahr zu manifestieren, melde dich für den Workshop GREAT VISIONS am 19.01.2020 an. Wir widmen wir uns einen Tag lang deinen Träumen, Zielen und Visionen.

***Und am 29.01.2020 geht es in der Voice::Coaching Klasse um das so unerlässliche VERTRAUEN. Mit Vertrauen geht alles, ohne Vertrauen geht`s auch, aber so viel schwerer.


HIER gehts zu den Workshops. Ich freue mich auf dich!



Preview


Und weil Manifestieren so viel wirksamer wird, wenn du auch ins Handeln und Tun kommst, und das in vollem Vertrauen, mit Leichtigkeit, Freude und Neugier, schreibe ich darüber im nächsten Artikel.



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